Besetzung
Programm
Ausnahmetalent? Man könnte meinen, das Attribut wäre zur bloßen Marketingfloskel verkommen, gäbe es nicht immer diese herausragenden jungen Interpret*innen, die irgendwie anders sind und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Julius Asal gehört in diese Kategorie. Nicht mit großem Tamtam und auch nicht per Katapult hat er sich in der ersten Reihe der Pianist*innen seiner Generation positioniert. Vielmehr ist er auf geräuschlose Weise und auf ganz eigenem Weg dorthin gelangt. Sein Glück in früher Jugend: Zeit gehabt zu haben, sich ausprobieren zu dürfen. „Meine Eltern haben mich einfach machen lassen. Selbst bei meinem ersten Wettbewerb konnte ich noch keine Noten lesen.“ Vielleicht ist seine musikalische Herangehensweise deshalb so intuitiv und so stark vom Gefühl geleitet. Selbst sein Lehrer Menahem Pressler staunte über das Phänomen Asal: „Es ist mir rätselhaft, wie er zu seinem einzigartig sonoren Klang finden konnte. Das Instrument schien ihm ein Geheimnis zu erzählen.“