
Besetzung
Programm
Fast drei Jahrzehnte ist es her, dass Katia und Marielle Labèque zuletzt in der Alten Oper zu erleben waren – allerhöchste Zeit für ein Wiedersehen mit den Schwestern, die zu den führenden Klavierduos der Gegenwart zählen. Zu den Kernstücken der beiden Pianistinnen gehört bis heute Franz Schuberts großräumige Fantasie f-Moll für Klavier zu vier Händen. Schubert komponierte sie ein halbes Jahr vor seinem Tod. Man vermutet, die unglückliche Liebe zu seiner Klavierschülerin Caroline von Esterházy hat die verzweifelt-resignative Stimmung des Werks geprägt. Welches Gespür sie für die Tiefe der Fantasie haben und wie sehr sie bei der Interpretation dieses Vermächtnisses als eine Einheit funktionieren, haben die beiden Labèque-Schwestern wiederholt im Konzertsaal und auf CD unter Beweis gestellt. „So offen, brutal und zugleich sensibel in den resignativen Zwischentönen ist Schuberts Verzweiflung selten ausgestellt worden“, schrieb die ZEIT über ihre CD-Einspielung des Werks.