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Programm
Begleitprogramm
OPEN FOYER
Ausklang und Gespräch mit den Beteiligten des AbendsLetzte Werke umweht immer eine besondere Aura. Was sagt das Werk über das nahende Ende eines Komponisten? War er sich des Lebensabends bewusst? Zog er ein Fazit? Drei Jahre vor seinem Tod schrieb Johannes Brahms kurz hintereinander seine beiden Klarinettensonaten op. 120. Es sind nicht seine allerletzten Kompositionen, aber zumindest sollte kein Kammermusikwerk mehr folgen. Und eigentlich hatte Brahms sogar vier Jahre zuvor bereits verkündet, das Komponieren gänzlich an den Nagel hängen zu wollen. Doch dann lernte er Richard Mühlfeld kennen und brach mit seinem Vorsatz. „Man kann nicht schöner Klarinette blasen, als es der hiesige Herr Mühlfeld tut“, schwärmte Brahms und komponierte für den Meininger Klarinettisten unter anderem seine Es-Dur-Sonate. An diesem Abend spüren Matthias Schorn – Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker, mit denen Brahms selbst eine enge Zusammenarbeit pflegte – und Ariane Haering im Gespräch mit Markus Fein diesem Schwanengesang nach und bringen ihn zweimal zur Aufführung.